FEROX KG

Störfaktor Produktpiraterie

Unter Produktpiraterie ist das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungs-, Design-, und Verfahrensrechte besitzen, zu verstehen.

Markenpiraterie ist hingegen das illegale Verwenden von Namen, Zeichen, Logos (Marken) und geschäftlichen Bezeichnungen, die von den Markenherstellern zur Kennzeichnung ihrer Produkte im Handel eingesetzt werden.

Und wenn von Filmpiraterie die Rede ist, dann lässt sich darunter das Vervielfältigen, Verbreiten, das öffentliche Aufführen oder die öffentliche zur Verfügungsstellung dieser Werke ohne Zustimmung des Rechteinhabers, also ohne Lizenzvereinbarung, subsumieren.

Laut einer Studie der Welthandelsorganisation WTO ist der Markt für Produktfälschungen mittlerweile € 500 Milliarden schwer, was etwa bereits 10% des Welthandels beträgt. Und dieser Markt ist im steigen begriffen.

Unfallrisiken, welche durch die Verarbeitung minderwertiger Materialien entstehen, sind neben der Vernachlässigung von Umwelt- und Arbeitsbedingungen bezeichnend für dieses weltweite Problem.

Nicht nur Schweizer Markenuhrenhersteller sind von diesem kriminellen Phänomen betroffen. De facto gibt es heute eigentlich nichts mehr, was nicht gefälscht wird. Zahnpasta, Bremsbeläge, Modelleisenbahnen, Getränke, Seife, …die Liste könnte man beliebig lange fortsetzen…

Gefakte Drucker-Verbrauchsmaterialen, wie etwa Toner oder Patronen gelangen Monat für Monat im Wert von mindestens € 30 Millionen in den Wirtschaftsbereich der Europäischen Union.

2005 starben in Niger fast Hundert Menschen an den Folgen einer Gehirnhautentzündung. Das Impfserum war gefälscht und enthielt lediglich wertloses Wasser. Gefälschte Medikamente sind im besten Fall wirkungslos, im schlechtesten Fall führen sie zum Tod. Und nahezu jedes zehnte Arzneimittel ist heute eine Fälschung…

Die Investitionen der Produktpiraten beschränken sich hauptsächlich auf die Verpackung und nicht auf das Produkt selbst. Der Preisverfall bei hochwertigen Druckmaschinen kommt den Tätern zu Gute.

Hinter einem gefälschten Produkt steht ausnahmslos immer eine professionelle Erzeugungs- und eine komplexe Vertriebsstruktur. Die Täter betreiben sorgfältige Marktbeobachtung. Auf erhöhte Nachfrage nach Originalprodukten werden von den Piraten unter Angabe genauer Spezifikationen sowie unter Vorlage von Mustern die gewünschte Fälschungen in Billiglohnländern geordert, sodann der Vertrieb auf den Zielmärkten organisiert. Um die illegale Herkunft der Ware zu verschleiern, werden gefakte Produkte oft auf eine lange Reise geschickt. Beliebte Zwischenstationen sind dabei Dubai, aber auch die USA oder die russische Föderation.

Durch die zunehmende Globalisierung ist die qualitative und quantitative Bedeutung extrem gestiegen. Der Wegfall von Grenzen und Handelsbarrieren, das Zusammenwachsen der Märkte, und nicht zuletzt die im Internet mögliche Flucht in die Anonymität haben Fälschern ganz neue Chancen für den Bezug und Absatz ihrer Ware beschert. Der erzielbare Profit steht –wie etwa im Drogenhandel- in keinem angemessenen Verhältnis zum wirtschaftlichen und rechtlichen Risiko.

Ein Unternehmen, welches dauerhaft am Markt erfolgreich sein will, sollte sich vor Nachahmern schützen. Dazu muss es die vorhandenen Rechtsschutzmöglichkeiten zunächst einmal wahrnehmen und z.B. Marken für sich anmelden. Schutzrechte sind wertlos, wenn sie von ihren Inhabern nicht konsequent verteidigt werden. Verstöße durch Produkt- und Markenpiraten müssen verfolgt und Rechte durchgesetzt werden, auch wenn dies bisweilen aufwendig ist. Investitionen in die Rechtsverfolgung schützen die eigenen Firmenwerte, die Marke und die Kunden, die ihr vertrauen.

Das eigentliche Ziel bei der Bekämpfung der Produktpiraterie besteht –ganz einfach ausgedrückt- in der Entfernung von Plagiaten aus dem Handel. Die Priorität liegt stets in der Vernichtung gefälschter Waren.

Das FEROX- Kompetenzzentrum „Produktpiraterie“ ist für namhafte Markeninhaber aus dem In- und Ausland, aber auch für Hollywood- Studios, deren Filme gefälscht werden, tätig. FEROX KG unterhält ein weltweites Informantennetz, eine Expositur in China, dem Tummelplatz der Produktpiraten sowie zahlreiche Verbindungsbüros in verschiedensten Staaten.

Die Taktik der FEROX- Agenten liegt darin, das Übel an der Wurzel zu bekämpfen. Also die gesamte Wertschöpfungskette zu vernichten, Herstellungs- und Vertriebsstrukturen aufzudecken und auszuschalten.

Geeignete FEROX- Maßnahmen:

● Marktbeobachtung
● Informantenwesen, Inseratenkampagne (Entgeltl. Annahme von Hinweisen)
● Identifikation von Fälschungen
● Ausforschung der Importeure
● Verdeckte Testkäufe
● Ermittlung der Produktionsstätten
● Zugriff in Zusammenarbeit mit Zollbehörden und Bundespolizei
● Intervention bei Grenzbeschlagnahmeverfahren
● Straf- und zivilrechtliche Verfolgung der Täter
● Durchsetzung von Schadenersatz- und Unterlassungsforderungen
● Präventionsberatung (Einführung von Sicherheitsmerkmalen)
● Öffentlichkeitsarbeit/ Informationskampagnen/ Medienkooperation